Instandhaltungsmodell 2013+

Die Bundeswehr betreibt eine sehr umfangreiche Flotte verschiedenster militärischer Landfahrzeuge - die Produktpalette reicht vom geländegängigen leichten Lkw bis hin zu Gefechtsfahrzeugen wie dem Kampfpanzer Leopard 2.

Eine hohe Verfügbarkeit dieser Fahrzeuge ist zwingende Voraussetzung für die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte. Das gilt sowohl für die Ausbildung von Soldaten im Grundbetrieb wie auch für die Einsatzvorbereitung und insbesondere für die Nutzung der Fahrzeuge im Einsatzgebiet z.B. in Afghanistan.

Zu diesem Zweck erarbeitet die g.e.b.b. in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) ein zukünftiges Instandhaltungsmodell für militärische Landfahrzeuge auf der Grundlage einer Bedarfsanalyse für die Materialerhaltungsumfänge Heer und Streitkräftebasis.

Dabei werden die bisherigen Prozesse, Ausgaben und Erfahrungen analysiert, um in einem neuen, weiterentwickelten Instandhaltungsmodell eine zeit- und bedarfsgerechte Instandsetzung sicherzustellen - sowohl unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, insbesondere aber auch unter Berücksichtigung der Einsatzerfordernisse.

Deshalb die wesentliche Bedingung: Im Einsatz müssen Instandhaltungskräfte der Bundeswehr die notwendigen Materialerhaltungsmaßnahmen an den Fahrzeugen selbständig durchführen können - Instandsetzung unter Einsatzbedingungen ist eine militärische Kernfähigkeit!

In diesem Zusammenhang gilt es, langfristig eine eigene Erkenntnis- und Beurteilungsfähigkeit des militärischen Personals zu erhalten. Ohne entsprechend qualifiziertes und erfahrenes Personal wäre die Bundeswehr nicht mehr in der Lage, selbst ein stets modernes und effizientes Materialerhaltungssystem auszuplanen und umzusetzen.

Daher ist ein auf die Verfügbarkeit der Fahrzeuge ausgerichtetes Instandhaltungsmodell zu entwerfen, dass einerseits im vorhersehbaren haushalterischen Rahmen finanzierbar bleibt und deshalb kostensparendes Know-how und Kapazitäten der Industrie mitnutzt. Andererseits muss aber auch eine zukunftsfähige Arbeitsteilung Bundeswehr-Industrie bzw. Einbindung von Bundeswehr-Personal in technischen, logistischen und kaufmännischen Aufgaben vorgesehen werden.

Das Geschäftsfeld Waffensysteme unterstützt das BMVg bei der

  • Durchführung einer Bedarfsanalyse/ -prognose,
  • Beschreibung des benötigten Leistungsumfanges durch Spezifikation der Mengengerüste und der notwendigen technischen/ logistischen Dienstleistungen,
  • Entwicklung unterschiedlicher Betriebsformen bzw. Unterstützungsmodelle und der
  • Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung.

Seite Drucken