Optimierung der Beschaffung (Anteil Einkauf)

Übergeordnetes Ziel ist die Entwicklung einer wirtschaftlich optimierten und zugleich dauerhaften, bedarfs- und einsatzgerechten Bedarfsdeckung - im rechtlichen Rahmen mit zeitgemäßen Methoden. Dabei gilt es auch, eindeutige Verantwortlichkeiten für den Einkauf der Bundeswehr festzulegen. Hierzu hat die Leitung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) die Hauptabteilung Rüstung mit der Durchführung eines Modernisierungsprojekts beauftragt.

Im Jahr 2008 hatte die g.e.b.b. eine Projektskizze Einkauf entwickelt. Hierbei wurden Handlungsfelder der Beschaffung erfasst und analysiert, um anschließend Potenziale zu ermitteln und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Darauf aufbauend wurde ein Gesamtprojekt inklusive Projektzielsystem, Teilprojekte und Ressourcenbedarf entwickelt. Im Ergebnis wurden Optimierungspotenziale herausgearbeitet, welche die Basis für das Modernisierungsprojekts mit dem Ziel der Optimierung des Einkaufs beziehungsweise der Beschaffung der Bundeswehr bilden.

Im Zuge der Neugestaltung der Bundeswehr wurde im Modernisierungsprojekt die prozessuale Ausgestaltung sowie ein Vorschlag zur organisatorischen Implementierung einer strategischen Beschaffung als Beitrag zum Reformprojekt „Rüstung, Nutzung, IT“ entwickelt. Ebenfalls werden bereits kurzfristig umsetzbare Optimierungsmaßnahmen realisiert.
 

Organisationsbereichsübergreifendes Projekt

Projekt-Logo
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Die Neuausrichtung des Einkaufs (betriebsbedingte Beschaffungen) ist ein gemeinschaftliches Projekt der Hauptabteilung Rüstung und der g.e.b.b. zur Deckung des Bedarfs der Streitkräfte und der Wehrverwaltung.

Unter dem Begriff Einkauf wird der Erwerb handelsüblicher und bundeswehrspezifischer Produkte sowie Dienstleistungen für Einsatz und Grundbetrieb verstanden. Dies schließt den Einkauf von Ersatzteilen für Waffensysteme / Geräte und von Instandsetzungsleistungen mit ein. Der Einkauf erfolgt sowohl durch die Bundeswehr selbst, als auch über internationale Beschaffungsagenturen sowie im Rahmen der ressortgemeinsamen Beschaffung.

Der Einkauf ist neben dem in diesem Modernisierungsprojekt nicht betrachteten Ausrüstungs- und Nutzungsprozess eine weitere Säule des neuen Beschaffungsprozesses der Bundeswehr. Zu Dienstleistungszwecken gegründete beziehungsweise potenzielle Öffentlich-Privaten Partnerschaften sind nicht Bestandteil des Einkaufs.

In der ersten Phase des Modernisierungsprojekts wurde eine gemeinsame Ausgangslage - mit einer belastbaren Informations- und Datenbasis - als Grundlage für die weiteren konzeptionellen Vorstellungen zur Optimierung der Beschaffung der Bundeswehr erstellt. Ziel war es dabei, eine umfassende Antwort auf die Frage "Wer beschafft was, für wen, bei wem, nach welchen Verfahren und zu welchen Ausgaben?" zu erhalten.

Eine umfassende Konzeption für den Einkauf der Bundeswehr wird derzeit erarbeitet. Dies beinhaltet insbesondere

  • die Entwicklung und Einführung eines Führungs-, Steuerungs- und Controllingsystems
  • die Erarbeitung und Umsetzung materialsegmentspezifischer Beschaffungsstrategien
  • die Weiterentwicklung der Schnittstelle zwischen Bedarfsträger und Bedarfsdecker,
  • der Aufbau eines Lieferanten-, Vertrags- und Risikomanagements unter Beachtung vergaberechtlicher Rahmenbedingungen
  • die Weiterentwicklung der Bedarfsdeckung für den Einsatz
  • die Reduzierung und Vereinheitlichung bestehender Regelungen der Bundeswehr unter Ausschöpfung der Spielräume vergaberechtlicher Vorschriften

Parallel werden erste Materialsegmente, wie z.B. Fahrzeugtechnik und Büromaterial optimiert. Zur Synchronisation der Projektarbeit erfolgt eine enge Verzahnung mit der Ausplanung und Umsetzung der Neuausrichtung der Bundeswehr.

In der abschließenden Realisierungsphase sind die entwickelte Konzeption nachhaltig umzusetzen und weitere Materialsegmente zu optimieren.

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