Projekt WEGAS

Die Infrastruktur der Bundeswehr weist zum Teil erhebliche Mängel auf, deren Abstellung umfangreiche finanzielle Mittel erfordert. Viele große Schäden können jedoch vermieden werden, wenn die Ursachen dafür rechtzeitig erkannt werden.

Projekt-Logo
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Aus diesem Grund hatte das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) die g.e.b.b. beauftragt, das Schulungskonzept WEGAS (Werterhaltung von Gebäuden und Anlagen durch Schulung) zu entwickeln. Mit dessen Hilfe sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Ortsebene bei der Früherkennung von kleinen Bauschäden unterstützt werden.

Für die Projektumsetzung wurde der Arbeitkreis WEGAS gegründet. Beteiligt sind daran Vertreter des BMVg Abteilung Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleitsungen, der Wehrbereichsverwaltung West, des Infrastrukturstabes West, der Bundeswehr-Dienstleistungszentren (BwDLZ) Düsseldorf und Aachen und der g.e.b.b. Er ist der Motor für das Projekt, treibt die Idee voran und sorgt für eine konsequent Zielverfolgung.

In Zusammenarbeit mit dem BMVg wurde ein 4-Phasen Modell entwickelt:

  • Phase 1: Durchführung einer Informationsveranstaltung mit dem Ziel, sowohl die Betroffenen als auch die Entscheidungsträger zu sensibilisieren.
  • Phase 2: Erarbeitung von Handlungsanleitungen für Inspektionen und Kontrollen von Bauwerken mit dem Ziel, einheitliche und verständliche Checklisten bereitzustellen.
  • Phase 3: Erstellung eines Weiterbildungskonzeptes inklusive Aufwandsschätzung für die nachfolgende Phase zur Durchführung der erforderlichen Präsenzveranstaltungen. Ziel ist es, den praktischen Umgang mit den Handlungsanleitungen/ Checklisten aus dem Weiterbildungskonzept flächenweit zu vermitteln.
  • Phase 4: Umsetzung des Weiterbildungskonzeptes. 

Sachstand

Die Phase 4 sieht ein umfangreiches Konzept zur Wissensvermittlung mit einem Mix aus neu entwickelten Online- bzw. Printmedien (z.B. Präsenzveranstaltung, Wissens-Check, Handbuch, Checklisten, Online-Seminarbaustein, Intranet-Forum, etc.) vor. Diese Medien wurden zuerst im Rahmen von Seminaren in den Bundeswehr-Dienstleistungszentren Düsseldorf und Aachen getestet.

Im Anschluss wurde der Personenkreis erweitert, indem in jeweils zwei Bundeswehr-Dienstleistungszentren pro Wehrbereich (BwDLZ Husum, BwDLZ Rostock, BwDLZ Burg, BwDLZ Weißenfels, BwDLZ Bogen, BwDLZ München, BwDLZ Münster und BwDLZ Koblenz) Pilotseminare stattfanden.

Die Ergebnisse und Erkenntnisse, die aus diesen Pilotveranstaltungen gewonnen wurden, wurden evaluiert, ausgewertet und in Form eines Abschlussberichtes an die Wehrverwaltung übergeben.

Im Anschluss wurde in enger Kooperation der g.e.b.b., der Wehrverwaltung und der Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik (BAkWVT) in Mannheim ein Konzept erarbeitet, um WEGAS in die Grund- und Aufbaulehrgänge aller Objektmanager zu integrieren. Ziel ist es, diese Zielgruppe möglichst frühzeitig und flächendeckend bautechnisch fortzubilden und für den WEGAS-Gedanken zu sensibilisieren. Darüber hinaus sollen die Teilnehmer dieser Lehrgänge als Multiplikatoren dienen und das erworbene Wissen an Ihre Kollegen vor Ort in den BwDLZ weitergeben.

Das integrierte Lehrkonzept ist fertiggestellt und wird ab 2012 in den Aufbaulehrgängen der Objektmanager an der BAkWVT in Mannheim zur Anwendung kommen.

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