Projekt GALA

Am 29. Mai 2006 erteilte die Leitung des Bundesministeriums der Verteidigung der g.e.b.b. den Auftrag, eine umfassende Bestandserfassung und -bewertung des Immobilienvermögens der Bundeswehr durchzuführen.

Immobilienzustand wurde ermittelt
Immobilienzustand wurde ermittelt

Der Kurzname für das Projekt GALA steht für die Gesamtaufnahme aller Liegenschaften und Anlagen. Im Rahmen dieses Projekts wurde durch die Zustandsbewertung der Gebäude und der technischen Anlagen der erforderliche Instandsetzungsbedarf ermittelt. Die so gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für Entscheidungen zur künftigen Ausrichtung des Liegenschaftsmanagements der Bundeswehr. Vorrangiges Ziel ist die Ressourcenoptimierung und daraus resultierend eine Entlastung des Haushaltes sowie die Steigerung der Qualität der genutzten Immobilien.

Das Konzept der Bestandserfassung wurde in einem Pilotprojekt erprobt. Dabei handelte es sich um das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Köln mit 21 Liegenschaften. Hier wurden in der Zeit vom 4. März bis zum 18. Juni 2009 insgesamt 466 Gebäude mit einer Gesamtfläche von 701.086 m² Bruttogrundfläche erfasst und bewertet.

Der Pilot wurde im September 2009 abgeschlossen und der Abschlussbericht am 1. Dezember 2009 übergeben. Gemäß "Gesetz über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben" wird das Eigentum an den Dienstliegenschaften des BMVg schrittweise auf die Bundesanstalt übertragen. Die Zustandsbewertung der Liegenschaften ist somit auch für die geplante Übergabe von Relevanz. Das Projekt GALA wurde daher intensiv von der Bundesanstalt begleitet.

Beratung beim Eigentumsübergang

Im Rahmen der bevorstehenden Überleitung der gesamten bundeswehreigenen Liegenschaften in das Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) soll die BImA den baulichen Zustand aller Liegenschaften, den Umfang des vorhandenen Instandhaltungsstaus und die zu dessen Beseitigung erforderlichen Ausgaben ermitteln. Im nächsten Schritt soll dann ein Konzept zum Abbau des Instandsetzungsstaus entwickelt und entsprechend umgesetzt werden.

Im von der g.e.b.b. initiierten und durchgeführten Pilotprojekt GALA wurde diese Ersterfassung mit Hilfe eines IT-gestützten Erfassungs- und Bewertungstools (Epiqr®) für alle Liegenschaften des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Köln bereits exemplarisch durchgeführt. Die BImA nutzt dazu ebenfalls das von der g.e.b.b. erprobte Erfassungstool.

Das System wird vom BMVg und der BImA gemeinsam auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der Bw-Liegenschaften angepasst. Aufgrund der im Pilotprojekt gesammelten Erfahrungen unterstützt die g.e.b.b. das BMVg bei den erforderlichen Anpassungen, vor allem im Hinblick auf die Integration der nutzerspezifischen Anlagen.

In einem weiteren Teilprojekt untersuchte die g.e.b.b. gemeinsam mit der Wehrverwaltung und dem Führungsstab der Streitkräfte, wo und wie die später durch die Bestandsaufnahme zur Verfügung stehenden Daten genutzt werden können. Ziel war es, diese zusätzlichen Informationen in den vorinfrastrukturellen und infrastrukturfachlichen Prozessen der Bw zu nutzen, um die Prozessergebnisse weiter zu verbessern.

In mehreren Workshops mit Experten aus der zivilen und militärischen Infrastrukturorganisation der Bundeswehr wurden die Prozesse dezidiert untersucht und die vielfältigen Nutzenpotenziale von epiqr® in den einzelnen Prozessschritten ermittelt.

Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus diesen Workshops wurden ausgewertet, aufbereitet und in Form eines Abschlussberichtes an die  Wehrverwaltung übergeben.

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