Facility Management Bundeswehrkrankenhäuser

Die Bundeswehr betreibt vier Krankenhäuser (Koblenz, Ulm, Berlin und Hamburg). Die Rahmenbedingungen haben sich für die Bundeswehr-Krankenhäuser (BwKrhs) radikal gewandelt: die BwKrhs haben die Zulassung für die gesetzlichen Krankenkassen erhalten, das Fallpauschalen-Systems (DRG) wurde eingeführt, es gilt das GKV-Modernisierungsgesetz von 2004 mit Einführung von Mindestfallzahlen und Wettbewerb im Rahmen der Patientengewinnung.

Wettbewerbsdruck

Die g.e.b.b. entwickelt maßgeschneiderte FM-Lösungen
Die g.e.b.b. entwickelt maßgeschneiderte FM-Lösungen

Projektleiter

Boris Heidicker

work Arbeit
02203-9128-305

Die BwKrhs stehen somit zum Teil im direkten Wettbewerb zu anderen Krankenhäusern. Künftig ist eine enorme Steigerung hinsichtlich der Transparenz von Kosten und Leistungen erforderlich. Die Sekundärleistungen (erbracht durch den Unterstützungsbereich der Krhs, sprich FM) müssen einen signifikanten Beitrag für die Zielerreichung des medizinisch-pflegerischen Kerngeschäftes erbringen.

Aufbauend hierauf entwickelt die g.e.b.b. als Pilotstandort im Krankenhaus Hamburg gemeinsam mit den Verantwortlichen für Facility Management ein auf die Krankenhausspezifika abgestimmtes Controllingsystem. Dieses orientiert sich an den Strukturen der GEFMA Richtlinie 812 (German Facility Management Association "Gliederungsstruktur für FM - Kosten im Gesundheitswesen").

Ziele

  • Steigerung der Kosten- und Leistungstransparenz für alle Unterstützungsleistungen (FM) des BwKrhs Hamburg,
  • Wirksame Unterstützung des Kerngeschäftes zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit,
  • Identifikation und Umsetzung von Optimierungspotenzialen im Bereich der Unterstützungsleistungen.

Aufgaben der g.e.b.b.

  • Entwicklung eines Führungs- und Steuerungssystems für das Aufgabengebiet Facility Management des Pilot-BwKrhs Hamburg,
  • Begleitende Unterstützung im Rahmen der Implementierung,
  • Ausfächerung in die BwKrhs Berlin, Koblenz und Ulm.

Projektumsetzung

Das Führungs- und Steuerungssystem setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen:

  • Strategisches Zielsystem,
  • Balanced Scorecard mit Steuerungskennzahlen zur Operationalisierung der Ziele,
  • Berichtswesen.

Für den Piloten Hamburg wurden bis Jahresende 2010 alle Elemente entwickelt und erprobt. Für das Jahr 2011 stehen folgende Aktivitäten an:

  • Umsetzung des Führungs- und Steuerungssystem in den drei anderen BwKrhs,
  • Durchführung regelmäßiger interner Benchmarking-Workshops,
  • Zusammenarbeit mit zivilen Krankenhäusern im Benchmarking-Arbeitskreis.

Darüber hinaus erfolgt für die FM-Leistungen die Erstellung von ergebnisorientierten Service Level Agreements.

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