Optimierung Fernwärmeverträge
In diesem Projekt untersucht die g.e.b.b. in Zusammenarbeit mit der Wehrbereichsverwaltung Süd die Verträge zur Versorgung mit Fernwärme, die die Bundeswehr mit Energieversorgungsunternehmen abgeschlossen hat. Im Fokus steht der Leistungspreis, der unabhängig von der tatsächlich bezogenen Wärmemenge abgerechnet wird. Die Gesamtkosten für extern bezogene Fernwärme belaufen sich bundesweit auf ca. 30 Mio. Euro jährlich.
Geschäftsfeldleiter
Ausgangspunkt für die Veranschlagung des Preises ist der sogenannte "Anschlusswert". Dieser wird auf der Grundlage eines theoretischen Ansatzes berechnet. Der reale Wärmebedarf wird dadurch häufig aber nur ungenügend abgebildet.
In einem Pilotprojekt wurde Ende 2008 an mehreren Standorten ein neues Verfahren angewandt: Durch dezentrale Messungen in den Gebäuden wird der tatsächliche Wärmebedarf ermittelt - und damit der tatsächlich erforderliche Anschlusswert. Dieser kann in vielen Fällen bei ca. 50 Prozent unter den bisher theoretisch ermittelten Anschlusswerten liegen. Durch die Reduzierung des Anschlusswertes können dementsprechend beim Leistungspreis bis zu 50 Prozent eingespart werden.
Die bestehenden Fernwärmeverträge der gemessenen Standorte wurden zwischenzeitlich angepasst und zum 1. Juni 2009 wirksam. Die Einsparungen im Leistungspreis lagen zwischen 41 und 53 Prozent und tragen damit unmittelbar zur Haushaltsentlastung bei.
Aufgrund des erfolgreichen Abschlusses des Piloten wurden in 2009 alle bestehenden 122 Fernwärmeverträge auf ihr Einsparpotenzial untersucht. Bei 62 Verträgen wurde ein erhebliches Einsparpotenzial ermittelt. Die neuen Leistungswerte werden mit den Fernwärmelieferanten verhandelt und die entsprechenden Verträge angepasst.