Optimierung Energieeinkauf

Prognosen sagen enorme Energiepreissteigerungen für die nächsten Jahre voraus. Um den dadurch zu erwartenden Mehrbelastungen für den Verteidigungshalt entgegenzuwirken, können zwei Wege beschritten werden: Reduzierung des Energiebedarfs und Optimierung der Beschaffung. In Ergänzung zu anderen Projekten, die Möglichkeiten zur Senkung des Energieverbrauchs untersuchen, sollen in diesem Projekt Potenziale im Einkauf von Strom und Gas identifiziert und gehoben werden.

Geschäftsfeldleiter

Stefan Holzapfel

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Mit dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vom 29. April 1998 wurde das über 60-jährige Strommonopol in Deutschland aufgehoben, zudem wurde in diesem Zusammenhang auch der Gasmarkt formell geöffnet. Die dadurch eingetretene Liberalisierung des Energiemarktes hat die Energiewirtschaft grundlegend verändert: Zunehmend wurden Monopole und Oligopole durch Wettbewerbsstrukturen ersetzt, die eine geänderte Einkaufspraxis erfordern - aber auch erst ermöglichen.

Darüber hinaus hat sich die EEX (European Energy Exchange)-Börse in Leipzig als Strom und Gashandelsbörse etabliert. Durch den Einkauf der hier gehandelten differenzierten Strom- und Gashandelsprodukten ergibt sich die Möglichkeit, vorliegende Verbrauchsprofile optimaler abzudecken.

In der Vergangenheit wurden Strom und Gas für die Bundeswehr in der Regel über sogenannte "Vollversorgungsverträge" beschafft. Das Energieversorgungsunternehmen liefert hierbei eine bestellte Menge Energie zu einem fest vereinbarten Preis über einen definierten Zeitraum. Dies war im alten Ordnungsrahmen der Energiewirtschaft der einzige Weg. Der Wegfall der Monopole und die Entwicklung einer breiteren Anbieterstruktur ermöglicht aber mehr und mehr eine "Strukturierte Beschaffung": Lastabhängige Teilenergiemengen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt für ein in der Zukunft liegendes Zeitfenster bestellt; die Preise dafür orientieren sich dabei an börsengehandelten Produkten der EEX.

Während der Einkauf von Strom schon länger dieser Beschaffungsart folgt, begann der Gasmarkt sich erst im Jahr 2008 zu öffnen. Das hier beschriebene Projekt betrachtet daher beide Energiearten mit den jeweiligen Spezifika.

Als optimale Organisationsform für die Bundeswehr wurde die Einführung eines zentralen Portfoliomanagements für Energiebeschaffung mit externer Unterstützung (Front-Office-Aufgaben) definiert.

Hierbei wird, ausgehend von einem charakteristischen Prozessablauf der Strom- und Gasbeschaffung untersucht, welche Aufgaben von der Bundeswehr selbst bearbeitet werden können und welche Teilaufgaben an externe Dienstleister vergeben werden sollen.

Zurzeit werden Wirtschaftlichkeit und die Voraussetzungen zum Aufbau eines zentralen Energieeinkaufs mit Portfoliomanagement definiert und die Umsetzung vorbereitet.

Status

Zur Zeit werden die Voraussetzungen zum Aufbau eines zentralen Energieeinkaufs mit einem Portfoliomanagement definiert und die Umsetzung vorbereitet.

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