Erneuerbare Energien - Realisierbarkeitsuntersuchung 2020
Die verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien ist erklärtes Ziel der Bundesregierung als Beitrag zu Klimaschutz und Zukunftssicherung. Bis zum Jahr 2020 sollen 35 Prozent und bis 2050 80 Prozent des bundesweiten Bruttostromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien resultieren. Bei der Wärmeenergie soll dieser Anteil bis 2020 auf 14 Prozent ansteigen.
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Gemäß des 2010 verabschiedeten Energiekonzepts der Bundesregierung und der Ableitung einer langfristigen Strategie soll somit das Zeitalter der Erneuerbaren Energien bis 2050 erreicht werden. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2020 um 40 Prozent und entsprechend der Zielformulierung der Industriestaaten bis 2050 um mindestens 80 Prozent auf Basis des Jahres 1990 verringert werden.
Aufgrund der genannten Klimaschutzvorgaben der Bundesregierung, aber auch durch den hohen Energiebedarf und der damit verbundenen Kosten wandelt sich die Energieversorgung der Bundeswehr. Energieeinspar- und effizienzmaßnahmen und der Einsatz von Erneuerbaren Energien in der Bundeswehr tragen zur Senkung der CO2-Emissionen bei. Zudem garantiert eine verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien längerfristig die Versorgungssicherheit der Liegenschaften und macht die Bundeswehr unabhängiger von Energieimporten.
Die Bundeswehr hat zum Beispiel im Jahr 2007 in ihren Liegenschaften rund 1,2 Mio. MWh elektrische Energie und etwa 3,4 Mio. MWh Heizenergie verbraucht. Damit entfallen auf die Bundeswehr rund 60 Prozent des Wärmeenergie- und Stromverbrauchs aller Bundesbehörden und Einrichtungen. Die Ausgaben für die Strom- und Wärmeversorgung der Liegenschaften der Bundeswehr lagen im Jahr 2007 bei knapp 360 Mio. Euro.
Realisierbarkeitsuntersuchung 2020
Um den klimapolitischen Zielsetzungen der Bundesregierung Folge zu leisten und auf diese Weise auch eine Vorreiterrolle innerhalb Deutschlands einzunehmen, hat sich die Bundeswehr ein großes Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2020 den Gesamtanteil erneuerbarer Energien beim Wärme- und Stromverbrauch auf 20 Prozent zu steigern.
Das aktuelle "Energie-Bild" (Status quo der Energieversorgung bei der Bundeswehr) und die Entwicklungsprognosen der Verbrauchsgrößen in der Energieversorgung der Liegenschaften verdeutlichen die Lücke zwischen dem gewünschten und tatsächlichen Anteil Erneuerbarer Energien in der Wärme- und Stromversorgung bei der Bundeswehr bis zum Jahr 2020.
Um das gesetzte Ziel zu erreichen, müssen in den kommenden Jahren daher verstärkt Maßnahmen ergriffen werden, um den Anteil Erneuerbarer Energien an der Wärme- und Stromversor¬gung zu steigern. Welche Maßnahmen hierfür geeignet sind, ob deren Potenzial ausreicht, um die gesetzten Ziele zu erfüllen und ob möglicherweise hierdurch zusätzliche Kosten für die Bundeswehr verursacht werden, soll im Rahmen dieses Projekts durch eine umfassende betriebswirtschaftliche Bewertung geprüft werden.