Projekt Rüstungscontrolling

Die Strukturkommission der Bundeswehr hat im Oktober 2010 zum Rüstungs-, Beschaffungs- und Nutzungsbereich festgestellt: "Die Streitkräfte erhalten ihre geforderte Ausrüstung zumeist weder im erforderlichen Zeit- noch im geplanten Kostenrahmen… Die Truppe bekommt am Ende nicht mehr das, was … erforderlich ist. Die jeweils zugrunde liegenden Verfahren und deren Anwendung werden der heute erforderlichen Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit nicht gerecht. Selbst bei akutem Bedarf … benötigen die Beschaffung, Integration und Erprobung aufgrund … fehlender entscheidungsbefugter und durchsetzungsfähiger Projektleitung Jahre."

Ansprechpartner

Carsten Rüdiger

Geschäftsfeldleiter

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Basierend auf der Analyse der Strukturkommission wurde ein Projekt "Rüstung, Nutzung, IT" als eines der elf Projekte der Strukturreform aufgesetzt. Im Kontext dieses Projekts ist das hier besprochene „Projekt Rüstungscontrolling“ zu sehen.

Der Schwerpunkt zur Verbesserung der Steuerbarkeit von Rüstungsprojekten (inkl. der produktbezogenen Nutzungsteuerung bis zum Zeitpunkt der Aussonderung) in der zukünftigen Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung liegt auf der Erarbeitung und Einführung eines professionellen Projektcontrollings. Dies hat der Bundesminister der Verteidigung in seiner Rede am 18. Mai 2011 in Berlin zur Neuausrichtung der Bundeswehr vorgegeben: "Es muss uns gelingen, moderne, technologisch hochwertige Ausrüstung bedarfs- und zeitgerecht mit vertretbarem finanziellen Aufwand beschaffen und zu betreiben. Hier besteht dringender Handlungsbedarf."

Gemäß der Forderung des Ministers ist das Ziel des Projekts die Konzeption, Abstimmung und Realisierung eines wirksamen und effizienten Projektcontrollings für die Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung im BMVg sowie die nachgeordnete Rüstungs-/Nutzungsorganisation in der Bundeswehr.

Dies bedeutet im einzelnen:

  • Frühzeitiges Aufzeigen bzw. Prognostizieren von Fehlentwicklungen in einem adressatenorientierten Berichtswesen
  • Betrachtung von einzelnen Projekten und Systemzusammenhängen
  • Plan-, Mess-, und Steuerbarkeit über den gesamten Lebenszyklus
  • Entwicklung von Grundlagen für eine zukünftige Steuerung mittels Zielvereinbarungen
  • Beitrag zur Weiterentwicklung des Controllings als interner Berater zur Entscheidungsunterstützung auf allen Ebenen.

Geleitet wird dieses Projekt vom Abteilungsleiter Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung. Die g.e.b.b. unterstützt das Projekt durch ihr privatwirtschaftliches Know-How und das in der jahrelangen Projekttätigkeit im BMVg erworbene bundeswehrspezifische Wissen im Bereich Controlling, Beschaffung und Projektmanagement. Insbesondere die Ergebnisse und Erfahrungen aus der Beratung im Themenfeld „Life Cycle Cost Management“ lässt die g.e.b.b. in das Projekt einfließen.
 

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