Transparente Darstellung der Ausgaben eines Beschaffungsvorhabens

Lebenswegkosten (Life Cycle Costs, LCC) fallen zu allen Zeitpunkten im Verlauf eines Projektes an, sowohl in der Analysephase, der Projektierungsphase, der Einführungsphase als auch in der Nutzung und Verwertung. Ziel von LCC-Betrachtungen ist es, unabhängig von den Zuständigkeiten in den unterschiedlichen Phasen die Ausgaben, die ein Projekt über den gesamten Lebensweg erzeugt, transparent darzustellen und damit Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Ausgabenbegrenzung zu eröffnen. Um dies zu erreichen, bedarf es eines durchgängigen LCC Management-Konzepts (LCCM).

Ansprechpartner

Christian Fischbach

work Arbeit
02203-9128-318

Die Leitung des Bundesministeriums der Verteidigung wies im September 2008 die g.e.b.b. an, bei der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie LCCM zu unterstützen. Im März 2009 wurde darauf aufbauend die g.e.b.b. beauftragt, die Erarbeitung einer Entscheidungsempfehlung zur Einrichtung eines Lebenswegkosten-Managements (Life Cycle Cost Management, LCCM) in der Bundeswehr über alle Beschaffungs- und Betriebsphasen zu unterstützen.

In einem ersten Schritt zeigte die g.e.b.b. in 2008 auf, wie LCCM im Kontext der Investitionsrechnung in Industrie und Streitkräften Anwendung findet. Darüber hinaus wurde dargestellt, wie ein durchgängiges LCCM-Konzept in der Bundeswehr entwickelt und umgesetzt werden kann. Die g.e.b.b. legte im November 2008 hierzu ein Konzept vor.
In einem zweiten Schritt wurden darauf aufbauend in 2009 die definitorischen Grundlagen geschaffen und anhand ausgewählter Projekte überprüft. Ziel war es, ein in den Führungs- und Steuerungsprozess integriertes Instrument zur Effizienzsteigerung und Ausgabenbegrenzung zu entwickeln. Die g.e.b.b. unterstützte insbesondere bei der Analyse und Konzeptionierung von praktikablen LCCM-Vorgaben. Im Dezember 2009 wurde der Leitung des BMVg ein Grobkonzept vorgelegt, das im Januar 2010 gebilligt wurde.

In einem dritten Schritt unterstützte die g.e.b.b. in 2010 und 2011 die Pilotierung des Grobkonzeptes anhand ausgewählter Projekte und Produkte. Hierbei hat sie die Erprobung mit bewährten Methoden und innovativen Lösungsvorschlägen begleitet. Durch Steigerung der Transparenz und Effizienz der Beschaffung und Nutzung von einsatzfähigen Systemen der Bundeswehr sowie der verbesserten Grundlagen für die Bundeswehrplanung ist damit ein Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Einsatzfähigkeit der Streitkräfte geleistet worden.

Seite Drucken