Bürokratieabbau: Neue Ergebnisse
Der Bürokratieabbau in der Bundeswehr schreitet weiter voran: Seit 2006 wurden in mehreren gemeinsamen Workshops mit Bundeswehrvertretern 285 konkrete Vorschläge hierfür gesammelt – 133 Ideen konnten bereits realisiert werden, weitere 44 befinden sich zur Zeit in der Prüfung. Gleichzeitig wurden seit März 2011 fast 9.900 Vorschriften auf Aktualität und Gültigkeit überprüft. Rund 1.410 konnten außer Kraft gesetzt und die Lagermenge damit um etwa 460.000 Exemplare reduziert werden.
Diese Ergebnisse konnte im Dezember 2011 das Bundeswehr-Projekt „Entbürokratisierung nach innen“ präsentieren, das durch die g.e.b.b. beraten wird. Sie ergeben sich aus den beiden bislang verfolgten Ansätze: Einerseits „top down“ zu prüfen, inwieweit die Vorschriftenlage der Bundeswehr stimmig und angemessen ist. Andererseits „bottom up“ das Wissen und die Erfahrungen der Truppe zu nutzen, wie die Regelungsdichte verringert oder vereinfacht werden kann.
Mehr Zeit für das Wesentliche
Die volle Bedeutung der Ergebnisse erschließt sich aber erst bei Beachtung der daraus entstehenden Zeitersparnis: So konnte der Aufwand, mit dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr unnötiger Bürokratie widmen müssen, seit 2006 um rund 1,49 Mio. Arbeitsstunden verringert werden - Zeit, in der sie sich auf den eigentlichen Kernauftrag konzentrieren können.
Ausblick 2012
Mit Blick auf 2012 wird der Projektfokus noch weiter geschärft. Zentrale Themen werden Entbürokratisierung Einsatz und Bürokratieprävention sein. Bezüglich Einsatzfragen wird eine intensive Auswertung der Einsatzberichte stattfinden. Schnellstmöglich sollen so bürokratische Hemmnisse, die die Effektivität der Einsätze schmälern, identifiziert und beseitigt werden. Erste Gespräche mit dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr haben bereits stattgefunden.
Zentrale Bedeutung hat aber auch der Aspekt der Prävention. Es gilt, geeignete Maßnahmen zu entwickeln, die unnötige Bürokratie bereits in ihrer Entstehung verhindert. Denn dies ist häufig einfacher, als bestehende Hürden aus einem System wieder zu entfernen.