Fürst-Wrede-Kaserne: Schlüsselübergabe
Feierstunde für Modernisierung: Am 8. März 2010 wurde die Fürst-Wrede-Kaserne in München nach abgeschlossener Sanierung durch die Hochtief AG an die Bundeswehr übergeben. Das erste ÖPP-Projekt des Bundes im Hochbau wurde termingerecht und zu den vereinbarten Kosten fertig gestellt. Jetzt wird der private Partner für den reibungslosen Betrieb der Liegenschaft sorgen.

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- OTL Thomas Speck, GM Gert Wessels, Parl. Sts Christian Schmidt, Bernward Kulle, Hochtief (von links)
Für Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, befinden sich beide Partner bei diesem Projekt in einer "Win-Win"-Situation: Es rechne sich sowohl für die Bundeswehr als Nutzer und Mieter als auch für Hochtief als Investor und Betreiber. Bernward Kulle, Mitglied des Vorstands von Hochtief Concessions, konnte dies gerne bestätigen: Die Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und seinem Unternehmen mache Mut für mehr. Der Kasernenkommandant, Oberstleutnant Thomas Speck, freute sich, nach kurzer Bauzeit die neuen Gebäude beziehen zu können. Einer der Hauptnutzer ist der Kommandeur des Wehrbereichskommandos IV, Generalmajor Gert Wessels, der mit seinem Stab schon im Dezember letzten Jahres in die Fürst-Wrede-Kaserne eingezogen ist.
Erfolgreich beteiligt: die g.e.b.b.
Staatssekretär Christian Schmidt wies in der Feierstunde auch auf das erfolgreiche Wirken der g.e.b.b. bei diesem Projekt hin. Die g.e.b.b. war von der ersten Stunde an bei diesem ÖPP-Projekt beteiligt und hat es in allen Phasen, von der Konzeptionierung, der Ausschreibung, über die Vergabe bis zur Umsetzung beratend eng begleitet. Sie ist auch bei der laufenden Erfolgskontrolle eingebunden. Die g.e.b.b. habe sich, so Dr. Martin Rüttler, Geschäftsführer der Gesellschaft, als Berater, Motor und ein wenig auch als Antreiber verstanden. Der Bereichsleiter Immobilien der g.e.b.b. und Mitglied der Geschäftsleitung, Dr. Klaus Büttner, schaut nach vorn: "Wir haben viel lernen können aus den ersten Erfahrungen für zukünftige ÖPP-Projekte. Entscheidend ist die Wirtschaftlichkeit der Gesamtmaßnahme über die Bau- und Betriebskosten hinaus."
Prüfung weiterer ÖPP-Projekte
Gegenstand des ÖPP-Projektes Fürst-Wrede-Kaserne mit einem Volumen von rund 160 Millionen Euro sind die Sanierung und der teilweise Neubau des Gebäudebestandes sowie der Betrieb der Liegenschaft für die nächsten 20 Jahre mit einem privaten Partner. Zum Betrieb gehören im Wesentlichen Instandhaltungsarbeiten an den Gebäuden und technischen Anlagen, die Pflege der Außenanlagen, die Reinigung der Gebäude, die Ver- und Entsorgung der Liegenschaft und nicht zuletzt die Bewachung der Immobilie.
"Die bisherigen Erfahrungen und eine Effizienzrendite von rund 17 Prozent im Projekt Fürst-Wrede-Kaserne sind Anlass für die Territoriale Wehrverwaltung, die Planung weiterer ÖPP zu prüfen", meinte denn auch die Leiterin der Abteilung "Wehrverwaltung, Infrastruktur und Umweltschutz" im Ministerium, Ministerialdirektorin Alice Greyer-Wieninger. Das hört die g.e.b.b. gerne, arbeitet sie doch gerade auch an weiteren ÖPP-Projekten.