10 Jahre g.e.b.b: Bilanz und Auftakt
"Nach 10 Jahren g.e.b.b. ist der Befund: Die Gesellschaft befindet sich auf der Positivliste der Bundeswehr", so der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt auf dem Symposium der g.e.b.b. am 13. September 2010 in Berlin, bei dem er in Vertretung des Bundesministers der Verteidigung die Keynotes sprach. Mit einem Symposium anlässlich von 10 Jahren g.e.b.b. dem Modernisierungsprozess neuen Schwung zu verleihen, war Ziel der Gastgeber Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, Aufsichtsratsvorsitzender und Dr. Martin Rüttler, Geschäftsführer der g.e.b.b.

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- Vertrat den Minister: Parl Sts Christian Schmidt
Parlamentarischer Staatssekretär Christian Schmidt griff das Ziel des Symposiums auf, in dem er angesichts der aktuellen Herausforderungen vor denen die Bundeswehr steht, sagte: "Wenn es die g.e.b.b. nicht schon geben würde, sie müsste jetzt erfunden werden." Diese Aussage wurde von den Teilnehmern als besonders nachdrücklich empfunden, erinnerte Staatssekretär Schmidt doch auch daran, dass es aus seiner Sicht in der Anfangszeit der g.e.b.b. nicht nur Erfolge gegeben habe und dass man in der Bundeswehr der g.e.b.b. zunächst mit Skepsis begegnete. Eine Sicht, die auch von der heutigen Führung der g.e.b.b. geteilt und gesehen wird. Aber, so Schmidt, die g.e.b.b. war "eine notwendige Antwort auf Verkrustungen". Gemeinsam mit der Wirtschaft und der g.e.b.b. den Modernisierungsprozess gestartet zu haben, dafür sprach der Staatssekretär im Namen von Bundesminister Karl-Theodor zu Guttenberg dem anwesenden Bundesverteidigungsminister a.D. Prof. Rudolf Scharping seinen Dank aus.
Was er sich für die Zukunft von der g.e.b.b. erwartet, das kleidete der Staatssekretär mit Blick auf die vielfältigen Modernisierungsthemen in ein anschauliches Bild: "Die verschiedenen Inseln zu einem Kontinent zusammen zu fügen, um größtmögliche Leistung zu erbringen."
Dringender Veränderungsbedarf

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- Nikolaus Schweickart, Vorsitzender des Aufsichtsrats der g.e.b.b.
Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, Aufsichtsratsratsvorsitzender der g.e.b.b., stellte die aktuellen Herausforderungen für den Modernisierungsprozess in den Mittelpunkt seines Beitrags. Er verglich dabei den Ablauf solcher Prozesse in der Wirtschaft mit denen in der Bundeswehr. Prof. Schweickart kam zu dem Schluss, dass es dringenden Veränderungsbedarf bei der Bundeswehr gebe, um solche Prozesse zum Erfolg zu bringen. Vor der anwesenden Leitung des Ministeriums, den Staatssekretären Dr. Walther Otremba und Rüdiger Wolf sowie dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, konnte Prof. Nikolaus Schweickart die aus seiner Sicht maßgeblichsten Faktoren benennen, um den Prozess zu beschleunigen. Prof. Schweickarts erster und zentraler Punkt: Changemanagement / Modernisierung muss Chefsache sein.
Erneuerte g.e.b.b.

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- Martin Rüttler, Geschäftsführer der g.e.b.b.
Dr. Martin Rüttler, Geschäftsführer der g.e.b.b., erinnerte an die Anfangsjahre der Gesellschaft, zog eine Zwischenbilanz und stellte den aktuellen Auftrag der g.e.b.b. in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Die erneuerte g.e.b.b., die Rüttler seit September 2006 führt, sieht im Gegensatz zur g.e.b.b. der Anfangsjahre nicht allein in der Privatisierung den Königsweg, sondern: "Kein Entweder-oder, sondern sowohl die differenzierte Betrachtung von kooperativen Lösungsmodellen als auch die von konsequenten Eigenoptimierungen stehen im Mittelpunkt unserer Beratungsleistung", so Rüttler. Auch der Geschäftsführer der g.e.b.b. betonte vor der Leitung des Hauses, wie wichtig es sei, gerade jetzt entschlossen weiter zu modernisieren. Dazu gehörten wirtschaftliches Denken auf allen Ebenen und neutrale Erfolgsmessungen. Und dazu gehöre auch, Vertrauen in Veränderungen zu schaffen. Rüttler appellierte vor dem Forum aus Ministerium, Bundeswehr, Politik und Wirtschaft: "10 Jahre sind kein Alter. Ich sage nach 10 Jahren g.e.b.b: Fortsetzung folgt. Lassen Sie uns gemeinsam die Chancen nutzen."
Vom Einsatz her denken - die Streitkräfte entlasten

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- Blick ins Plenum
Zuvor hatte Ministerialdirektor Alfred Hummel, Abteilungsleiter Modernisierung im BMVg, den Gesamtrahmen der Prozesse abgesteckt und dargelegt, wie aus Sicht der Abteilung M die Modernisierung weiterentwickelt werden soll. Klaus Raps, Vorstand der Bilfinger Berger AG, brachte einen interessanten Blick von außen in die Debatte: Der erfahrene Mann der Wirtschaft brachte Gedanken und Fragen ein, wie aus seiner Sicht die Bundeswehr attraktiver gemacht werden könnte. Er verwies auch auf Beispiele, wie Bilfinger Berger die US-Streitkräfte in Deutschland mit zivilen Serviceleistungen entlastet.

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- Brigadegeneral Dieter Warnecke
Ein Beitrag von Brigadegeneral Dieter Warnecke, Stellvertretender Leiter Einsatzführungsstab, erinnerte daran, was eigentlich im Zentrum aller Modernisierungsbemühungen stehen muss: Modernisierung vom Einsatz her denken. Der Brigadegeneral, der zuvor Kommandeur in der Nordregion in Afghanistan gewesen ist, warf wichtige Themenfelder auf wie die Unterbringung im Einsatz oder auch die Belastung der Familien von Soldaten im Einsatz. Er lobte dabei ausdrücklich das von der g.e.b.b. konzipierte Kinderbetreuungsportal, das online Rat und Hilfe anbietet. Auch Dieter Warnecke bekannte, dass er vor zehn Jahren skeptisch gegenüber der g.e.b.b. gewesen ist. Aber heute sage er, mit Blick auf die Zukunft: "Wir freuen uns auf eine zielorientierte, kameradschaftliche Zusammenarbeit."

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- Rüdiger Heeg, Geschäftsführer LHBw
Auch Militär aber kein anfänglicher Skeptiker ist Rüdiger Heeg, der als Oberst einer der ersten Mitarbeiter der g.e.b.b. in 2000 war und der heute als Generalmajor einer der Geschäftsführer der LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft (LHBw) ist. An Konzeption und Gründung der LHBw in 2002 war die g.e.b.b. maßgeblich beteiligt. Rüdiger Heeg verkörpert als Person, wofür die g.e.b.b. steht: die Verbindung von Bundeswehr und Wirtschaft. Als Geschäftsführer der LHBw konnte Rüdiger Heeg engagiert und eindrucksvoll belegen, dass aus dieser Verbindung, einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft, eine erfolgreiche win-win-Situation für Bundeswehr und Wirtschaft entstanden ist.
Das Ziel des Symposiums war, der Modernisierung neuen Schwung zu verleihen. Aus Teilnehmerkreisen konnte man hören: Ein wichtiger Impuls auf dem Weg zum Ziel war dieses Symposium mit Sicherheit.
Die Reden als Download
- Parlamentarischer Staatssekretär Christian Schmidt (PDF, 52 KB)
- Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender des Aufsichtsrats der g.e.b.b. (PDF, 281 KB)
- Dr. Martin Rüttler, Geschäftsführer der g.e.b.b. (PDF, 348 KB)
- Brigadegeneral Dieter Warnecke (PDF, 245 KB)
- Rüdiger Heeg, Geschäftsführer LHBw (PDF, 323 KB)
- Klaus Raps, Bilfinger Berger (PDF, 81 KB)