Gefahr erkannt – Schaden gebannt
Der Arbeitskreis WEGAS will vor Bauschäden schützen: Manchmal sind es kleine Ursachen, die zu großen Schäden an Gebäuden und Anlagen führen können. Der lockere Dachziegel, der - unrepariert - den gesamten Dachstuhl gefährden kann. Oder aggressiver Vogelkot, der - unbeseitigt - die ganze Fassade zerstören kann. Mit einem Schulungskonzept hilft der Arbeitskreis WEGAS solche Gefahren zu erkennen und zu beseitigen, bevor große Schäden überhaupt entstehen können.
Im Arbeitskreis Werterhaltung von Gebäuden und Anlagen durch Schulung (WEGAS) haben Bedarfsträger und Bedarfsdecker zielorientiert zusammen gearbeitet: Vertreter des Ministeriums aus der Abteilung Wehrverwaltung, Infrastruktur und Umweltschutz (WV III 4), die Wehrbereichsverwaltung West, Mitarbeiter der Bw Dienstleistungszentren Aachen und Düsseldorf, die militärische Infrastrukturorganisation sowie Vertreter der militärischen Nutzer. Die g.e.b.b., beauftragt durch die Abteilung Modernisierung im BMVg, initiierte und koordinierte die Arbeit am Projekt WEGAS. Allen Beteiligten gemeinsam war der Wille, mit Blick auf knappe Kassen aber ausgestattet mit einem großen Fundus fachbezogener Kreativität, Wege aufzuzeigen, wie mit vergleichsweise kleinen Mitteln große Wirkung erzielt werden kann. Herausgekommen ist bei dieser praxisbezogenen Arbeit, an der sich vom Objektmanager vor Ort bis zum Referenten im Ministerium alle Bereiche beteiligt haben, ein umfassendes, aber einfach anzuwendendes Schulungskonzept - aus der Praxis für die Praxis.
Zielorientierte Zusammenarbeit
Die hierarchieübergreifende, problem- und lösungsorientierte Vorgehensweise wurde noch einmal als besonders wichtig für den Erfolg des Arbeitskreises WEGAS herausgestellt anlässlich der gemeinsamen Verabschiedung des Konzepts am 16. Dezember 2008 im Hause der g.e.b.b. Das vom Arbeitskreis erarbeitete Schulungskonzept sieht einen umfangreichen Methodenmix vor: Sowohl Präsenzschulungen als auch die Einbindung moderner Lernmethoden wie Computer Based Training gewährleisten eine effiziente Wissensvermittlung. Hilfsmittel wie Checklisten zur Gebäudebegehung und WEGAS-Handbücher mit Schadensbeispielen unterstützen die Ausbildung.
Entscheidend für den Projekterfolg und der Anwendung in der Fläche wird nicht nur eine Qualifizierung (Schäden erkennen können), sondern auch die Motivation (Schäden erkennen wollen) sein. Deshalb muss das Projekt WEGAS auch weiter von den Führungskräften bei Bedarfsträgern und Bedarfsdeckern positiv begleitet werden.

