Kooperation mit Uni Bw München
Die g.e.b.b. startete eine Kooperation der etwas anderen Art: Gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr München richtete sie die "Transferstelle Defence Supply Chain Management" an der Fakultät für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften ein. Hierbei handelt es sich um eine Serviceeinrichtung, die wissenschaftliche Erkenntnisse über den Betrieb militärischer Versorgungsketten für die Bundeswehr-Praxis nutzbar machen sowie Erkenntnisse aus dieser Praxis in die Wissenschaft hineintragen soll.

- Unterzeichnung: Prof. Dr. Merith Niehuss und Dr. Martin Rüttler
Im Rahmen einer Start-Veranstaltung unterzeichneten die Präsidentin der Universität Prof. Dr. Merith Niehuss und der Geschäftsführer der g.e.b.b. Dr. Martin Rüttler den Kooperationsvertrag. "Uns als g.e.b.b. geht es darum, Methoden, Konzepte sowie wissenschaftliche Erkenntnisse in die Bundeswehr-Praxis zu überführen. Gleichzeitig wollen wir aber auch Ideengeber, Motor und Sparringspartner für eine angewandte und anwendbare wissenschaftliche Forschung sein. Auch dadurch werden wir unserem Auftrag gerecht, konkrete und im Haushalt nachvollziehbare Beiträge für die ökonomische Modernisierung der Bundeswehr zu leisten", so Dr. Rüttler in seiner Ansprache. Zuvor betonte in Ihrer kurzen Begrüßungsrede Prof. Dr. Niehuss, dass auch die Universität der Bundeswehr München verstärkt die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, ihren Organisationsbereichen und Kooperationsgesellschaften suche, um Wissenschaft und Forschung mit der Bundeswehrpraxis zu verbinden.
Beitrag zur Projektskizze Logistik
Defence Supply Chain Management umfasst die Koordination übergreifender Material-, Informations- und Finanzmittelflüsse in militärisch geführten Logistik-Netzwerken. Da sich die Bundeswehr im Rahmen ihrer Transformation auf die Erfüllung ihrer militärischen Kernaufgaben konzentriert, sind in zunehmendem Maße Kooperationspartner - beispielsweise Logistikdienstleister - Teil dieser Netzwerke. Daraus ergeben sich Fragestellungen, wie die Zusammenarbeit, etwa in Form Öffentlich-Privater Partnerschaften zu steuern ist. Hier wirkt die Arbeit der Transferstelle direkt in die "Projektskizze Logistik" hinein, mit der die Basislogistik der Bundeswehr auf eine neue Grundlage gestellt wird.
Tätigkeitsschwerpunkte der Transferstelle
Hintergrund der Forschungsarbeiten ist die konkrete Mitgestaltung und Erweiterung des wissenschaftlichen Know-hows auf dem relativ neuen Arbeitsgebiet des Defence Supply Chain Management. Mit der Einrichtung der Transferstelle sollen diesem Fachgebiet neue Impulse gegeben werden. Zunächst wurden fünf Schwerpunkte definiert:
- Grundsätzlicher Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis
- Transfer zwischen Wirtschaft und öffentlichem Sektor
- Transfer in die Bundeswehr hinein
- Internationaler Wissenstransfer mit Forschungseinrichtungen und Streitkräften
- Transfer der Bundeswehr-Best Practices in die interessierte Öffentlichkeit