Die Heide blüht auf
Wo einst Truppen übten, blüht jetzt die Heide auf: Der ehemalige Truppenübungsplatz Fröttmaninger Heide im Münchner Norden geht an den Heideflächenverein. Nach mehr als einjährigen intensiven Verhandlungen zwischen dem Verein und der g.e.b.b. wurde am 27. Juni 2007 der Kaufvertrag unterzeichnet. Damit leistet die Bundeswehr einen wichtigen Beitrag zum „Biotop-Verbund“.
Besitzerwechsel - Zeitenwende

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- O Norbert Reinelt, Parl Sts Christian Schmidt, BM Rolf Zeitler (v. l.)
Der Heideflächenverein ist ein Zusammenschluss der Landeshauptstadt München und mehrerer Gemeinden im Münchner Norden. Vorsitzender ist Rolf Zeitler, zugleich Bürgermeister der Gemeinde Unterschleißheim. Jetzt wechseln rund 334 ha Heidefläche den Besitzer und eine mehr als 150-jährige Militärgeschichte im Münchner Norden geht zu Ende. Allerdings noch nicht ganz: die Flächen nördlich der A 99 bleiben weiterhin militärisches Übungsgelände.
Intensive Verhandlungen gingen voraus
Im Juni 2001 wurde die g.e.b.b. durch das Bundesministerium der Verteidigung mit der Entwicklung und Vermarktung der Fröttmaninger Heide beauftragt. Nachdem im Juni 2005 Interessensbekundungen der anliegenden Kommunen Oberschleißheim, Garching und München am Erwerb vorlagen, wurden im November 2005 Verkaufsverhandlungen mit dem Heideflächenverein aufgenommen, in die sich auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Christian Schmidt, und andere Münchner Kommunal-, Landes und Bundespolitiker eingeschaltet hatten. Im Dezember 2006 stimmten die Mitgliedsgemeinden dem Ankauf zu.
Der Heideflächenverein wird die Fläche sowohl für naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nutzen, als auch der Öffentlichkeit als Naherholungsgebiet für die „stille Erholung“ zur Verfügung stellen. Die Fläche ist zwar von der Größe her mit dem Englischen Garten in München vergleichbar, hier wird aber keinesfalls ein „zweiter Englischer Garten“ geplant. Im Vordergrund steht die Erhaltung und Weiterentwicklung der charakteristischen Heidelandschaft.
Maßgeschneiderte Konzepte durch die g.e.b.b.
Dieser Verkauf ist ein weiteres Beispiel dafür, wie individuell mit der Nutzung ehemaliger militärischer Liegenschaften umgegangen werden muss. In Kooperation mit den Kommunen entwickelt die g.e.b.b. maßgeschneiderte Konzepte für jede einzelne Liegenschaft. Hier im Münchner Norden wurde ein Beitrag zu Erholung und Umweltschutz erbracht.
