Prinz-Eugen-Kaserne vermarktet

  • 15.02.2006
  • München

Neues Wohnviertel auf altem Kasernengelände: Nach einem Verhandlungsmarathon konnte die g.e.b.b. die Prinz-Eugen-Kaserne in München erfolgreich vermarkten. Käuferin ist die Landeshauptstadt München, die auf dem ca. 30 ha großem Grundstück in attraktiver Lage ein neues Wohnviertel entstehen lassen will. Nach dem notariellen Vertragsabschluss, der bereits im Dezember 2005 stattfand, hat auch der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im Februar 2006 dem Verkauf der bundeseigenen Liegenschaft zugestimmt.

Basis der gemeinsamen Entwicklung von Landeshauptstadt München und g.e.b.b. war ein Strukturkonzept von Albert Speer & Partner (AS&P). Der renommierte Städteplaner AS&P wurde von der g.e.b.b. beauftragt, ein Konzept für das Gelände an der Cosimastraße in Englschalking im Stadtbezirk Bogenhausen zu entwickeln. Aufgrund seiner, so AS&P, besonderen Lagegunst, guten Erreichbarkeit wichtiger Erholungsgebiete, guten Anbindung des Individualverkehrs verfügt der Standort über ein hohes Entwicklungspotenzial. Die Fläche ist deshalb sehr gut für eine Wohnnutzung geeignet. Das Entwicklungspotenzial der Prinz-Eugen-Kaserne ist insbesondere im Bereich des hochwertigen Wohnungsbaus zu sehen, da der Stadtbezirk Bogenhausen zu den bevorzugten Wohnstandorten zu zählen ist, heißt es im Resümee von AS&P. Die Landeshauptstadt München geht von rund 1900 Wohnungen mit einer Durchschnittsfläche von je 80 qm aus, die sie hier errichtet sehen möchte.

 

Dr. Klaus Büttner, Bereichsleiter Immobilien
Dr. Klaus Büttner, Bereichsleiter Immobilien

Nach derzeitigem Stand wird die Kaserne spätestens zum 1.1.2010 freigezogen sein, da bis zu diesem Zeitpunkt eine Verlagerung der dort stationierten Pionierschule der Bundeswehr geplant ist. Die g.e.b.b. legte Wert darauf, die Fläche bereits zum jetzigen, noch von der Bundeswehr genutzten Zeitpunkt zu veräußern, damit die konkreten Planungen und Vorbereitungen für die spätere zivile Nutzung begonnen werden können. Der Bereichsleiter Immobilien der g.e.b.b. Dr. Klaus Büttner: „Auf diese Weise stellen wir einen ‚warmen Übergang’ sicher. Wenn die Bundeswehr geht, kommen die Bautrupps. Es gibt keine Leerstandskosten. Das ist uns beim Entwickeln und Vermarkten ganz wichtig und unterscheidet uns auch von anderen.“

Nach der Luitpold-Kaserne ist die Prinz-Eugen-Kaserne bereits die zweite ehemalige militärische Fläche, die die g.e.b.b. in München erfolgreich vermarkten konnte.

 

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