Das Projekt Fürst-Wrede-Kaserne wurde am 27. April 2010 auf dem 13. Verwaltungskongress "Effizienter Staat" in Berlin mit dem Innovationspreis PPP 2010, Kategorie Hochbau, ausgezeichnet. Damit erhielt diesen renommierten Preis das erste Hochbauprojekt des Bundes, das in Öffentlich-Privater Partnerschaft (ÖPP) realisiert wurde. Partner sind die Hochtief AG und das Bundesministerium der Verteidigung. Eng eingebunden bei Konzept und Umsetzung war und ist die g.e.b.b. als Inhouseberater des Verteidigungsministeriums. Sie begleitet auch die laufende Erfolgskontrolle.

Sts Werner Gatzer, Sandra Arendt, Hochtief, Klaus Büttner, g.e.b.b.
Staatssekretär Werner Gatzer (BMF), der Schirmherr des Preises, zeigte sich erfreut, dass gerade ein Projekt des Bundes die Auszeichnung erhalten hatte, die er als Ansporn wertete: "ÖPP sind auch aktuell der richtige Weg, um Innovations- und Effizienzpotenziale für die Bereitstellung öffentlicher Leistungen zu nutzen. Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, ÖPP als anerkannte Beschaffungsalternative zu etablieren." Dr. Klaus Büttner, Bereichsleiter Immobilien und Mitglied der Geschäftsleitung der g.e.b.b., sagte im Anschluss an die Preisverleihung: "Bei diesem ersten Projekt haben wir wichtige Erfahrungen für zukünftige ÖPP-Projekte sammeln können. Entscheidend ist die Wirtschaftlichkeit der Gesamtmaßnahme über die Bau- und Betriebskosten hinaus."

Bernward Kulle, Hochtief, Stefanie Link, Ulrike Hauröder-Strüning (BMVg)
Ministerialdirigentin Ulrike Hauröder-Strüning (BMVg) erinnerte daran, "dass es ein langer Weg gewesen ist, den wir zusammen mit der g.e.b.b. gegangen sind. Aber wir haben mit Hochtief den richtigen Partner gefunden, und wir haben das Projekt gemeinsam zum Erfolg geführt." Bernward Kulle, Vorstand Hochtief Concessions AG, bestätigte die gute Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und seinem Unternehmen: "Wir haben die Baumaßnahmen zwei Monate vor dem Termin zu aller Zufriedenheit fertig gestellt. Das ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit, die Mut auf mehr macht." Mehr ÖPP, das ist ganz die Linie, die auch Staatsekretär Gatzer in seinem Eingangs-Statement gezogen hat: "ÖPP ist ein innovatives Instrument, das gerade im Zeichen knapper Kassen allen weiter hilft. Ich bin der Meinung, dass wir in Zukunft eher mehr als weniger ÖPP brauchen."

Alles neu: Begehung nach Fertigstellung
Die Fürst-Wrede-Kaserne wurde in einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft umgebaut, saniert und wird für zwanzig Jahre von einem privaten Investor betrieben. Die Kaserne umfasst eine
Fläche von 31,5 ha und eine Nettogrundfläche von etwa 70.000 qm. Zur Liegenschaft gehören 37 Gebäude, darunter Unterkunfts-, Büro- und Schulgebäude, Kfz- und
Sporthallen. Die Belegung wird im Zielzustand rund 1600 Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbeschäftigte umfassen.
Das Projekt in München hat ein finanzielles Volumen von mehr als 160 Millionen €, davon entfallen ca. 60 Millionen € auf die Bau- und Sanierungskosten. Es konnte im Vergleich zur
konventionellen Umsetzung ein Einsparpotential von ca. 17% realisiert werden.
Der Zuschlag für dieses Projekt wurde am 14. März 2008 erteilt. Schlüsselübergabe der sanierten und zum Teil neugebauten Kaserne war im März 2010.