Vom 14. bis 15. April 2010 fand in Wuppertal die diesjährige Facility Management (FM)-Frühjahrstagung unseres Geschäftsbereiches Immobilien statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Organisationsformen im Facility Management auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen einstellen können.

Dr. Klaus Büttner (m.), Bereichsleiter Immobilien der g.e.b.b., eröffnete die Veranstaltung
Der zunehmende Kostendruck sowohl bei der öffentlichen Hand als auch bei Handel, Gewerbe und Industrie schränkt nicht erst seit der Wirtschaftskrise den Handlungsspielraum für
Entscheider im Immobilienmanagement enorm ein. Wie aber reagieren die Organisationen auf diese Herausforderung?
Die zweitägige Veranstaltung hatte zum Ziel, einen Erfahrungsaustausch verschiedener Immobilieneigentümer bezüglich der Reorganisation ihres Facility Managements herbeizuführen.
Die aktuellen Projekte der Bundeswehr und der g.e.b.b. wurden vor diesem Hintergrund beleuchtet. Teilnehmer der Tagung waren 22 Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung, des Bundesamtes
für Wehrverwaltung, der Wehrbereichsverwaltungen sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Hohes Interesse auf ziviler und militärischer Seite
Mitarbeiter der g.e.b.b. stellten das Pilotprojekt zur Reorganisation des Facility Managements im Bundeswehrdienstleistungszentrum Köln vor. Mit dem
Pilotprojekt wird das Ziel verfolgt, ein neues Organisationsmodell für die Aufbau- und Ablauforganisation der Bundeswehrdienstleistungszentren im Aufgabenfeld Infrastruktur zu erarbeiten,
welches neben einer dauerhaften Senkung von Betriebskosten eine nachhaltige Steigerung der Leistungsqualitäten ermöglicht. Daneben soll eine einheitliche Informationsbasis mit
standardisierten Kennzahlen entwickelt werden.
In diesem Zusammenhang berichteten sie auch von ihrer Erfahrung, dass immobilienwirtschaftliche Fachbegriffe nicht nur in der zivilen und der militärischen Welt unterschiedlich genutzt werden.
Vielmehr besteht hier in der Branche selbst ein Klärungsbedarf, weshalb ein weiterer Vortrag sich den Abgrenzungen von Begriffen wie "Asset Management" oder "Property Management" widmete.
Zusätzlich stellten namhafte externe Referenten ihre aktuellen Organisationsformen, die damit verbundenen Leistungsbeziehungen sowie die Gründe und Wege dorthin kompetent und detailliert vor. Zu ihnen zählten
Die Veranstaltung wurde von allen Seiten als fachlich außerordentlich fundiert und höchst relevant bezeichnet. Von Beginn an kam es neben den Einblicken in die verschiedenen
Organisationsmodelle der Wirtschaft und der öffentlichen Hand zu einem intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern und den Referenten.
Um nicht nur in der Theorie zu verbleiben, fand auch während dieser FM-Tagung eine Exkursion mit Praxisbezug statt: Ziel war das denkmalgeschützte Opernhaus der Stadt Wuppertal, welches
erst kürzlich grundsaniert wurde. Die Teilnehmer erhielten hier einen interessanten Einblick in die vielfältigen Aufgaben eines kommunalen Eigenbetriebes für
Gebäudemanagement.
Aufgrund der durchweg positiven Resonanz aus dem Teilnehmerkreis wird die g.e.b.b. die Reihe der FM-Tagungen weiter fortsetzen. Bereits für den Herbst 2010 ist eine weitere Veranstaltung mit
einem neuen Themenschwerpunkt geplant.