Für die Materialwirtschaft des querschnittlichen und waffensystemspezifischen Materials zur ABC-Abwehr startete am 8. April 2010 ein neues Vergabeverfahren. Zunächst wird ein Teilnahmewettbewerb durchgeführt, um einen geeigneten Bewerberkreis festzulegen. Anschließend werden qualifizierte Unternehmen aufgefordert, ihre Angebote zu entwickeln. Vergabestelle ist das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, der gesamte Prozess wird eng von der g.e.b.b. begleitet.

Soldaten bedienen eine Trinkwasserentgiftungs-anlage
Ziel der Ausschreibung ist es, ein geeignetes Unternehmen für eine Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) zu finden. Die Bundeswehr erwartet hierdurch Aufwandsreduzierungen bei
gleichzeitiger Qualitätsverbesserung. Diese Annahmen wurden durch ein vorgeschaltetes Interessenbekundungsverfahren erhärtet, in dem Unternehmen die geforderte Dienstleistung unverbindlich
bepreisten. Der darauf aufbauende Wirtschaftlichkeitsvergleich zeigte Vorteile für eine ÖPP auf. Eine Vergabe wird aber nur dann erfolgen, wenn die Angebote tatsächlich die
gewünschten wirtschaftlichen Effekte widerspiegeln.
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Zu den Produktgruppen, die ein gewerblicher Partner bewirtschaften soll, zählen zum Beispiel die ABC Komponenten der Spürpanzer, Dekontaminationsausstattungen, Spür- und
Messgeräte, Material für die Wasseraufbereitung, Feuerlöscher sowie weitere Einzelteile.
Die Ausschreibung findet im Rahmen der Projektskizze Logistik statt: Seit 2004 arbeiten hier Bundeswehr und g.e.b.b. gemeinsam an einer Modernisierung der gesamten
Basislogistik. Die angestrebte Kooperation wird auch nicht die erste Öffentlich-Private Partnerschaft in diesem Bereich sein. Bereits zum Januar 2009 wurde ein Vertrag mit einem zivilen
Dienstleister geschlossen, der inzwischen die persönliche ABC-Schutzausstattung und -bekleidung bewirtschaftet.
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