Nach Ausschreibung durch das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung wurden am 23.12.2008 die Verträge unterschrieben. Mit Wirkung zum 01.01.2009 übernimmt der Kooperationspartner die Bewirtschaftung der ABC-Schutzausstattung und -bekleidung.

Vertragspartner ist die LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft, die in Kooperation mit Drägersafety, Siemens und Kärcher angeboten hatte. Durch eine Kooperation mit der Wirtschaft werden
über die positiven wirtschaftlichen Effekte des optimierten Eigenmodells hinaus weitere Verbesserungen und eine noch höhere Wirtschaftlichkeit erwartet. Diese Effekte wurden durch ein
vorausgegangenes Interessenbekundungsverfahren bereits deutlich bestätigt.
Mit Hilfe eines Kooperationspartners wird es zudem kurzfristig möglich sein, ein effizientes Warenwirtschaftssystem und einen elektronischen personen- bzw. dienststellenbezogenen Nachweis
für die persönliche ABC-Schutzausstattung und -bekleidung zu etablieren. Ein weiterer positiver Beitrag zur Transparenz innerhalb der Bundeswehr.
Die Materialwirtschaft dieser Artikel war durch stark dezentrale Strukturen geprägt und auf Landesverteidigung ausgerichtet. Das Material wurde in großen Teilen durch die Truppe selbst
gelagert und instand gesetzt. Mangelhafte infrastrukturelle Gegebenheiten sowie ein ungenügender teils nicht DV-unterstützter Materialnachweis stellt die Ausstattung der Streitkräfte
und damit die Herstellung der Einsatzbereitschaft vor große Herausforderungen.
In einem ersten Schritt wurde die Anpassung der Bewirtschaftungsstruktur an die sicherheitspolitischen Notwendigkeiten im Inland im Rahmen eines Optimierten Eigenmodells realisiert. Hohe
Bestände wurden gesenkt und die Truppe von Tätigkeiten (wie z.B. Lagerung und Instandhaltung) entlastet, die zentral im Materiallager in Kappel wahrgenommen werden.
2006 hatte die Leitung des BMVg entschieden, aufbauend auf das Optimierte Eigenmodell, die Bewirtschaftungsleistung der persönlichen ABC-Schutzausstattung und -bekleidung auszuschreiben. Durch
die Ausschreibung sollte ein industrieller Partner gefunden werden, der die Bewirtschaftungsleistung vollumfänglich übernimmt. Dadurch können die Streitkräfte umfassend entlastet
werden und sich auf ihren Kernauftrag konzentrieren. Zudem soll eine einzige Schnittstelle kreiert werden, die die Ausstattung der Truppe für den Einsatz sicherstellt.