Servicelinks


Hauptnavigation


Plädoyer für entschlossene Modernisierung

Bei einer Gesprächsrunde des Initiativkreises Zukunft (IKZ) der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT) am 19. Mai 2009 plädierte der Geschäftsführer der g.e.b.b., Dr. Martin Rüttler, ganz entschieden für eine Fortsetzung des Modernisierungsprozesses der Bundeswehr. Rüttlers Credo: "Wir müssen weiter entschlossen modernisieren, um den Wandel nachhaltig zu gestalten."

 
Bild Publikum

Konzentrierte Zuhörer

Die Gesprächsreihe des IKZ, die unter dem Titel "Bonner Gespräch" steht, wurde in diesem Jahr vom Sprecher DWT/IKZ, Oliver Dellschau (Fa. MBDA / LFK), in Köln eröffnet, dem Firmensitz der Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb mbH (g.e.b.b.). Denn g.e.b.b.-Geschäftsführer Dr. Martin Rüttler war gebeten, einen Impulsvortrag vor gut sechzig Gästen zu halten. Die Gäste kamen aus dem Bundesministerium der Verteidigung, den Streitkräften, der Wehrverwaltung, der Industrie, der Wissenschaft und anderen Bereichen. Es war also genau der Personenkreis aus Bundeswehr und Wirtschaft, an die sich die Botschaft von Martin Rüttler zielgenau richtete: "Modernisierungsprojekte dürfen nicht bloße Re-Aktionen auf bestimmte neue Rahmenbedingungen bzw. Anforderungen sein, sondern müssen sich ableiten aus den Vorgaben der Transformation der Bundeswehr. Die ökonomische Modernisierung will Streitkräfte und Wehrverwaltung konsequent im Wandel und in der Ausrichtung auf das Übermorgen unterstützen. Vom Reagieren zum Agieren mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft - das bleibt das Motto der Modernisierung."

 

Wille zum Wandel

Bild Martin Rüttler

Engagierter Vortrag: Martin Rüttler

Rüttler nahm die Gelegenheit auch wahr, um mit dem Klischee von der g.e.b.b. als "reiner Privatisierungs-Gesellschaft" aufzuräumen. Der Ursprung dieses Vorurteils liegt in der Vergangenheit. Rüttler: "Waren zu Beginn der g.e.b.b. die Modernisierungsprojekte eher angelegt auf eine radikale, sehr kurzfristige und umfassende Veränderung des Systems Bundeswehr, so münden unsere Anstreng­ungen heute verstärkt in einen stetigen und nachhaltigen Verän­derungs­prozess. Mein Ansatz ist die ergebnisoffene Beratung der Bundeswehr und ein flexibles Sowohl als Auch - nicht ein digitales Entweder Oder.  Für die g.e.b.b. sind Optimierte Eigenmodelle, Kooperative Modelle aber auch eine Voll-Privatisierung heute gleichrangige Lösungsvarianten. Lassen sie mich aber klarstellen, dass privatwirtschaftliche Lösungsansätze, da wo sie geboten sind auch weiterhin mit entsprechendem Engagement und ganz im Sinne der Regelungen des Rahmenvertrages mit der Wirtschaft verfolgt werden."

Im Verlauf seines Vortrags stellte Rüttler die Rollen der g.e.b.b. im Modernisierungsprozess und ihr aktuelles Projekt-Portfolio vor, um dann auf die Herausforderungen zu sprechen zu kommen, vor denen die g.e.b.b. als Modernisierer steht: "Es sind gerade neue Verfahren, Systematiken und Denkweisen, die Innovation und Wandel überhaupt erst ermöglichen. Für eine erfolgreiche wirtschaftliche Modernisierung der Bundeswehr sind explizite - quantitative - Zielvorgaben genauso wichtig, wie die klare Unterstützung aller Verantwortlichen im Führungsprozess und der deutliche Wille zum kontinuierlichen Wandel."

 

Modernisierung bewegt Köpfe und Herzen

Foto General Rieks

Gute Erfahrung: General Ansgar Rieks

Brigadegeneral Dr. Ansgar Rieks (Abteilung Modernisierung im BMVg) unterstützte in der anschließenden Diskussion ausdrücklich die von Martin Rüttler gesetzten Ziele. Rieks: "Wir haben in der Luftwaffe gute Erfahrungen mit Kooperationen." Die Diskussion, an der sich viele Zuhörer beteiligten und die vom IKZ-Sprecher Oliver Dellschau moderiert wurde, zeigte, wie sehr das Thema Modernisierung der Bundeswehr die Köpfe und Herzen bewegt. Ministerialdirigent Harro Wist, Leiter LC im BMVg, sprach sich für eine Stärkung des Wettbewerbs als ein Motor der Modernisierung aus. Andere betonten den "Faktor Mensch", den es zu beachten gebe. Einig waren sich Martin Rüttler und alle Diskutanten, dass nur im Miteinander der große Tanker Bundeswehr bewegt werden kann. Aber dass er sich weiter bewegen muss, auch darin war sich die Runde einig. Viele Fragen konnten vertiefend besprochen, manches musste auf Grund der Zeitvorgaben offen bleiben. Deshalb kam der Wunsch auf, den jetzt aufgenommenen Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, sondern fortzusetzen. Die g.e.b.b. und ihr Geschäftsführer sind bereit dazu.